Das Paddelrevier der Paddlerinnen und Paddler des Wassersportvereins Warturm ist ganz klar die Ochtum. Der rund 26 Kilometer lange Nebenfluss der Weser fließt durch Bremen sowie Niedersachsen und bietet hervorragende Bedingungen für Wassersportler.

Auf dieser Seite haben wir euch Informationen rund um unser Paddelrevier zusammengestellt. Auf unserer interaktiven Karte und in den anschließenden Begleittexten könnte ihr wichtige Informationen für eine nächste Paddeltour auf der Ochtum in Erfahrung bringen.

 

Interaktive Karte des Paddelreviers

Auf der unten dargestellten Karte könnt ihr unser Paddelrevier erkunden. Auf das Symbol links oben kann ein Menü geöffnet werden, mit dem unterschiedliche Ebenen der Karte ausgewählt werden können. Wichtige Paddelinformationen können in der ersten Ebene eingeschaltet werden. Die blauen Stecker weisen hierbei auf markante Stelle an der Ochtum hin. Rote Stecker wiederum stehen für Staubauwerke. In einer zweiten Ebene können Ein- und Ausstiegsstellen hinzugeschaltet werden. Auf der dritten Ebene sind Fotos von unterschiedlichen Orten der Ochtum hinterlegt. Eine vierte Ebene liefert weitere Informationen zu beispielweise Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants.

Unsere Hausstrecke – Der Ochtum-Rundkurs

Die wohl beliebteste Strecke ist der rund 8,5 Kilometer lange Ochtum-Rundkurs. Dieser ist quasi strömungsfrei sowie tidenunabhängig und kann in beide Richtungen problemlos befahren werden. Im Uhrzeigersinn folgt der Rundkurs vom Vereinsanleger aus der Grollander Ochtum (auch: Alte Ochtum) in Richtung Flughafen. Von dort aus wird durch den Stichgraben parallel zum Flughafen in die sogenannte Neue Ochtum gepaddelt. Hier geht es nun rechter Hand weiter an Grolland vorbei, durch das Naturschutzgebiet „Neue Ochtum“ bis zum Warfelder Stau. Der Stau ist nicht befahrbar – Lebensgefahr! Ein Umtragen ist am linken Flussufer sehr gut möglich (ca. 10 Meter). Kurz hinter dem Warfelder Stau geht es dann rechts weiter zum Warturmer Stau. Eine SB-Schleuse steht hier zur Verfügung. Ebenso kann an dieser Stelle sehr gut umgetragen werden. Bei gutem Wasserstand ist auch die Befahrung des Staus möglich. Anschließend schlängelt sich die Ochtum auf den letzten Metern durch ein Kleingartengebiet, ehe der Verein wieder erreicht wird.

Neben unserer Hausstrecke bietet die Ochtum weitere attraktive Paddelmöglichkeiten. Im Folgenden werden die einzelnen Flussabschnitte der Ochtum kurz vorgestellt.

Vom Ursprung bis zur A1

Der Kirchweyher See bildet den Ursprung der Ochtum. Er wird aus der Hache und dem Südstedter Bach gespeist. Beide Gewässer sind ebenfalls paddelbar. Am Ausfluss des Sees befindet sich eine kleine Stufe. Bei hohem Wasserstand ist sie nicht sichtbar. Von hieraus schlängelt sich die Ochtum in Richtung Kirchweher Straße. Dieses Stück kann im Sommer durchaus verkrautet sein. Anschließend fließt der Fluss mit 2-3 km/h Strömung weiter in Richtung Bremen. Hierbei passiert er die Eisenbahnbrücke in Dreye und die Fußgängerbrücke in Weyhe. Zwischen der Landesgrenze und der Autobahn 1 ist die Ochtum sehr zu gewachsen. Insbesondere im Sommer kann die Durchfahrt mühsam sein. Gleichzeitig ist dieser Flussabschnitt besonders reizvoll. In engen Kurven mit wilden Ufern und ohne menschliche Bebauung in unmittelbarer Nähe windet sich hier die Ochtum. Da kann schon mal echtes Abenteuer-Feeling aufkommen.

Von der A1 bis Sportfischer Stuhr

Ab der A1 nimmt die Strömung zunehmend ab. Ebenso wird der Fluss breiter und tiefer. Von der Autobahn 1 fließt die Ochtum entlang der Landesgrenze vorbei an Ochtum-Park. Hier befindet sich an der Brücke der Bundesstraße 6 eine Ein- und Ausstiegsmöglichkeit. Des Weiteren können hier in mehreren Supermärkten Vorräte aufgefüllt werden. Von hieraus sind es nur zwei Kilometer flussabwärts zu unserem eigenen Wasserwanderrastplatz, „Das Dreieck“. Das Dreieck ist nur vom Wasser aus zu erreichen und stellt eine optimale Pausen- oder Übernachtungsmöglichkeit dar. Im weiteren Verlauf der Ochtum gibt es eine Ein- und Ausstiegsstelle an der Kladdinger Brücke. Rund einen Kilometer weiter wird der oben beschriebene Rundkurs erreicht. Rechter Hand kann hier direkt zum Verein gepaddelt werden.

Vom Warfelder Stau zur Weser

Vom Verein aus kommend, fließt die Ochtum am Warfelder Stau geradeaus vorbei in Richtung Weser. Hierbei passiert sie zunächst die sogenannte Köhler Brücke. Die Durchfahrtshöhe kann hier insbesondere bei hohem Wasserstand sehr gering sein (unter einem Meter). Kurz nach der Köhler Brücke befindet sich der Stromer Stau. Er stellt die offizielle Gezeitengrenze dar. Ein Umtragen des Staus ist schwierig. Zwar besteht eine gute Möglichkeit vor dem Stau auf der linken Seite auszusteigen, jedoch gestaltet sich der Wiedereinstieg am recht steilen und zugewachsenen Ufer schwierig. Um ein Umtragen zu vermeiden, kann der Stau in der Mitte bei Hochwasser (ca. +/- 1 Stunde) passiert werden. Die optimale Startzeit bei Warturm ist hierfür ca. 1 Stunde nach Hochwasser am Ochtumsperrwerk. Kurz nach dem Stromer Stau mündet linker Hand die Varreler Bäke in die Ochtum. Der kleine Fluss ist ebenfalls paddelbar, jedoch ist die Einfahrt von der Ochtum aus sehr versteckt hinter einer kleinen Insel. Rund zwei Kilometer nach der Mündung der Varreler Bäke befindet sich der Silberstau. Das Umtragen ist an dieser Stelle äußerst schwierig. Auf der rechten Seite gibt es jedoch eine SB-Schleuse. Bei Niedrigwasser gestaltet sich der Ausstieg zum Schleusen hingegen ebenfalls schwierig. Bei auflaufendem Wasser stehen die Schleusentore in der Regel offen. Kurz nach dem Silberstau mündet die Delme in die Ochtum. Sie kann ebenfalls mit dem Kajak und Kanadier befahren werden. Das Fischrestaurant „Zur Ochtumbrücke“ bietet weiter flussabwärts eine schöne Rastmöglichkeit. Vom hauseigenen Steg kann das Restaurant kurz hinter der Stromer Landstraße bestens erreicht werden. Die Boote sollten jedoch gut angebunden werden! Die Ochtum verfügt in diesem letzten Stück über 2-3 km/h bzw. -2 km/h Strömung und einen Tidenhub von 2,40 Metern. Kurz bevor das Ochtumsperrwerk erreicht wird, besteht linker Hand die Möglichkeit durch die Karl-Heinz-Hofmann-Schleuse in einen Altarm der Ochtum zu gelangen. Hier befindet sich auch unserer Motorbootstandort. Das Ochtumsperrwerk stellt das letzte bauliche Hindernis auf dem Weg zur Nordsee dar. Das große Sperrwerk kann nicht befahren werden – Lebensgefahr!!! Auf der linken Uferseite befindet sich eine Schleuse, die benutzt werden kann, um zur Weser zu gelangen. Die Schleusung bei Niedrigwasser (+/-1 Stunde) ist nicht möglich – zu starke Stromzug. Eine Schleusung sollte möglichst vorher beim Schleusenwärter angekündigt werden (Tel. 0421-670450). Für spontane Schleusungen befinden sich auf der rechten Seite der Schleuseneinfahrt Ketten, die gezogen werden können, um den Schleusenwärter zu kontaktieren. Umtragen ist ebenfalls möglich. Am linken Ufer kann an einer Rampe ausgestiegen werden. Der Wiedereinstieg auf der Weserseite ist hingegen mühsam – Steinschüttung. Hier mündet die Ochtum schließlich in die Weser (ca. Weser-Kilometer 17). Die Weser ist an dieser Stelle eine Seeschifffahrtsstraße mit Berufsschifffahrt und einem Tidenhub von vier Metern. Vom Befahren der Weser sollten Einsteiger und Laien absehen.

Fall ihr weitere Fragen zu unserem Paddelgebiet haben solltet, könnt ihr euch immer gerne an uns wenden.